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#Beelitz #BeelitzerNachrichten : Neue Entwürfe für ehemaliges Beelitzer Verlagshaus

Posted by web-bb.de - Oktober 23, 2017

Die letzte Schmuddelecke in der Beelitzer Poststraße bekommt eine Erneuerungskur: Für die Sanierung des seit mehreren Jahren leer stehenden Wohn– und Geschäftshauses Nummer 19 und die benachbarte Baulücke hat Bürgermeister Bernhard Knuth jetzt konkrete Entwürfe vorgestellt. Demnach soll das kommunale Gebäude mit Städtebaumitteln saniert werden und für Ladenflächen im Erd– sowie zwei Wohnungen in den oberen Geschossen hergerichtet werden. Der Zwischenraum zur Nummer 20, der im Moment noch als Zufahrt dient, wird indes mit einem Neubau geschlossen – und der soll künftig Sitz der Beelitzer Sparkassen-Filiale sein.

Federführend bei dem Projekt ist der Wandlitzer Architekt Manfred Thon. Er hat bereits die Umnutzung eines Altstadthauses in Bad Belzig für die dortige Sparkassen-Niederlassung geplant. Für Beelitz hat er einen modernen Neubau entworfen, der sich in groben Zügen am historischen Torhaus, das einst an dieser Stelle stand, orientiert. Die Planungen stellte er unlängst im Hauptausschuss vor. So ist die Eingangstür ein Stück weit nach hinten gezogen und erinnert auch aufgrund der Breite an ein Tor. Daneben befindet sich ein schmales Fenster, vier weitere im Obergeschoss. Aufgrund des Platzbedarfes für Schalter, Büros und Technikräume wird der zweigeschossige Neubau 25 Meter lang sein und damit weit in den Hof hineinragen. Der müsste dementsprechend neu gestaltet. Der Clou des Gebäudes ist eine breite Glasfassade, die von der Berliner Straße aus zur Gänze zu sehen sein wird. Dahinter befindet sich die Treppe. Die Idee: Wenn in der Bank Bewegung ist, wird das ins Stadtbild hinein transportiert und sorgt so optisch für mehr Leben. Das Flachdach auf dem Gebäuderiegel, der für Beelitzer Altstadthöfe durchaus typisch ist, könnte indes begrünt werden.

Die Finanzierung des Neubaus könnte über einen Kredit erfolgen, der dann durch die Mieteinnahmen getilgt wird. „Für die Stadt wäre es aus finanzieller Sicht ein Nullsummenspiel“, so der Bürgermeister. Aus städtebaulicher Sicht aber habe Beelitz dadurch einen großen Mehrwert. Dass die Kommune als Bauherr auftritt, habe indes mit dem Denkmalschutz zu tun: Nur wenn der gesamte Bereich kommunal bleibt, lasse er sich auf diese Weise entwickeln. Und nur so können auch Städtebaumittel in voller Höhe für die Sanierung des Altbaus eingesetzt werden.

Der Altbau soll nach historischem Vorbild saniert werden. „Von der früheren Schönheit ist nicht mehr viel übrig“, konstatierte der Planer. Wo früher Ornamente die Fassade prägten, ist heute grauer DDR-Putz, die einst schmuckverzierte Gaube wird von einem Flachdach dicht gehalten, wodurch das Haus insgesamt gedrungen wirkt. Auch im Innern werde man viel umbauen müssen, das Dachgeschoss müsse komplett abgetragen werden. Das Haus war ab 1891 Sitz des Kliemchen-Verlages, der unter anderem die Beelitzer Zeitung herausgab. Zuletzt diente es nur noch als Wohnhaus. Durch die Sanierung des Gebäudes würden neben einer kleinen Ladenfläche im Erdgeschoss auch zwei kleinere Wohnungen mit 65 Quadratmetern im Ober– und 45 Quadratmetern im Dachgeschoss entstehen. Damit werde man dem Bedarf an Wohnraum für junge Menschen besser gerecht als mit einer großräumigen Maisonette hieß es im Hauptausschuss.

Herzliche Grüße aus Beelitz,

Thomas Lähns

Pressestelle der Stadt Beelitz

Tel. (033204) 391 38

Fax: (033204) 391 35

Email: laehns

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