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#Brandenburg #Beelitz #BN : Tiefe Betroffenheit in Beelitz nach dem Tod zweier Feuerwehrleute

Posted by web-bb.de - September 5, 2017

Nach dem schweren Unfall auf der A2, bei dem in der vergangenen Nacht zwei Feuerwehrmänner aus der Gemeinde Kloster Lehnin getötet worden sind, herrscht auch in Beelitz tiefe Betroffenheit. Seit heute Vormittag wehen die Fahnen in der Spargelstadt auf Halbmast, zudem hat Bürgermeister Bernhard Knuth die für heute Nachmittag geplante Grundsteinlegung für die neue Feuerwache am Rande der Beelitzer Altstadt abgesagt. „Unsere Anteilnahme ist sehr groß und wir trauern mit den Angehörigen, Freunden und Kameraden der beiden jungen Menschen, deren ehrenamtliches Engagement ihnen auf so furchtbare Weise zum Verhängnis geworden ist.“ Ein freudiges Ereignis wie den Bau einer neuen Feuerwache könne man nicht in Anbetracht solcher Ereignisse begehen, begründet der Bürgermeister. „Wir werden unsere Feuerwache auch ohne diesen symbolischen Akt bauen.“

Nachdem er von dem tragischen Unfall im Radio erfahren hatte, habe er zunächst befürchtet, dass auch Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Fichtenwalde unter den Opfern sind, so der Bürgermeister weiter. Das habe sich auf sofortige Anfrage beim Wehrleiter nicht bestätigt. Nicht zuletzt aufgrund der räumlichen Nähe zur Gemeinde Kloster Lehnin ist die Bestürzung dennoch groß. „Solche Ereignisse führen nicht nur uns als Bürger, sondern auch den Kameradinnen und Kameraden selbst unmittelbar vor Augen, wie groß die Gefahr während der vielen Einsätze tatsächlich ist – und dass der Leitspruch ‚Unser Leben für Ihre Sicherheit‘ schnell bittere Realität werden kann.“

Bürgermeister Knuth appelliert an die Verantwortlichen auf Landes- und Landkreisebene, über die aktuelle Situation der Freiwilligen Feuerwehren nachzudenken. „Die Einsätze werden immer anspruchsvoller, gefährlicher und auch zahlreicher. Allein unsere Stadtwehr war in diesem Jahr schon über 200 Mal zu Bränden, Unwetterkatastrophen und Unfällen ausgerückt – damit ist schon jetzt, im Spätsommer, das Durchschnittspensum der Vorjahre überschritten.“ Den Brandschützern zollte der Bürgermeister einmal mehr seinen Respekt, Anerkennung und tiefe Dankbarkeit. „Aber man muss sich fragen, ob wir diesen Weg so weitergehen den ehrenamtlichen Kräften samt ihren Familien immer mehr aufbürden können.“ Spätestens jetzt sei der Punkt erreicht, wo Land, Kreise und die Kommunen als Träger des Brandschutzes zusammenkommen müssten, um über eine bessere Ausstattung und Absicherung der Kameradinnen und Kameraden und – dort wo es möglich ist – auch eine Entlastung zu reden.

Den Familien der beiden getöteten Feuerwehrleute sprach der Beelitzer Bürgermeister in einem Schreiben an seinen Amtskollegen aus Kloster Lehnin seine Anteilnahme und sein Mitgefühl aus. „Das Leid ist nach diesem Vorfall unermesslich groß und ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass sie die nötige Kraft finden, um den schweren Verlust zu ertragen.“ Das gelte auch für die Angehörigen der Kloster Lehniner Ortswehren, die selbst in Anbetracht dieses schweren Schicksalsschlages weiter ihren Dienst verrichten müssen – „weil die Menschen Sie brauchen und weil Sie diejenigen sind, die – aus reiner Nächstenliebe und purer Verantwortung – am meisten für jene tun können, die in Not geraten sind“.

Thomas Lähns

Pressestelle der Stadt Beelitz

Tel. (033204) 391 38

Fax: (033204) 391 35

Email: laehns

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