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#Beelitz #BN #BeelitzerNachrichten : Hilfsfonds für armutsgefährdete Kinder wird in Beelitz aufgelegt

Posted by web-bb.de - November 14, 2016

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#Beelitz #BN #BeelitzerNachrichten / Bilddatei Thomas Lähns

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Im Vordergrund: Gabriela Schrader, Vorsitzende des Vereins Kindersorgen-Sorgenkinder e.V.
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In Beelitz wird ein Hilfsfonds eingerichtet, um von Armut betroffene Familien im Stadtgebiet zu unterstützen. Das ist eines der Ergebnisse des „Runden Tisches gegen Kinderarmut“, der unlängst im Rathaus stattfand. „Mit dem Geld möchten wir kurzfristig und direkt Hilfe leisten, wenn Familien in Not geraten“, erklärt Bürgermeister Bernhard Knuth. Zum Einsatz kommen könnte das Geld, wenn Anschaffungen anstehen, die trotz aller Selbstverständlichkeit für manche Haushalte eine große finanzielle Herausforderung sind. Als Beispiel nennt der Bürgermeister Kinderbekleidung und Schulmaterial oder Beiträge für Klassenfahrten.

Gespeist werden soll der Topf zum Einen aus dem Verfügungsfonds des Bürgermeisters, aus dem normalerweise Blumensträuße für Jubiläen, Glückwunschkarten oder kleinere Empfänge bezahlt werden. Zum Anderen sollen aber auch möglichst viele andere Akteure wie Vereine, Unternehmen oder hilfsbereite Bürger Spenden einzahlen können.

Einen Anfang macht die RECURA Kliniken-Gesellschaft mit Sitz in Beelitz Heilstätten: Die wird den Erlös aus dem Verkauf von Reibekuchen zum Adventsmarkt Ende November in Beelitz spenden. „Wir freuen uns, mit unserer Aktion einen Beitrag zur Auflegung des Hilfsfonds leisten zu können und hoffen natürlich, dass viele Besucher des Weihnachtsmarktes an unserem Stand vorbeischauen“, so Christian Groß, Geschäftsführer der RECURA Service GmbH.

Rund 1400 Kinder und Jugendliche leben in Beelitz und den meisten gehe es gut, wie auf der Veranstaltung deutlich wurde – weil beide Eltern arbeiten, weil die Großeltern hinter der Familie stehen und unterstützen und weil der Zusammenhalt in der Stadt insgesamt sehr groß sei. „In einer Kleinstadt wie Beelitz, wo fast jeder jeden kennt, findet man schnell zusammen und kann helfen, wenn Hilfe nötig wird“, sagt der Bürgermeister. So gebe es den direkten Kontakt der Kita– und Schulleitungen zu den Eltern und auch zwischen der Stadt, den Behörden des Landkreises und den Vereinen klappt die Zusammenarbeit. Zu letzteren gehört vor allem der „Kindersorgen-Sorgenkinder e.V.“, der auch die Tafeln und die Kleiderkammer betreibt, aber auch der Job e.V., der für das Familienzentrum sowie für die Jugendclubs und die Schulsozialarbeit an den Schulen verantwortlich ist.

Initiiert wurde die Veranstaltung vom Landessozialministerium, das sich im vergangenen Jahr die gezielte Bekämpfung von Kinderarmut auf die Fahnen geschrieben hat. Bei den Runden Tischen, die nun überall im Lande stattfinden, sollen Erfahrungen und Erkenntnisse aufgenommen, Beispiele aus der Praxis veranschaulicht und mit möglichst vielen Beteiligten Strategien gegen Armut und soziale Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen entwickelt werden. „Es ist ermutigend zu sehen, wie viele Menschen sich in Brandenburg aufgemacht haben, um Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen“, sagte Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt. In Beelitz wies sie darauf hin, dass sich Armut nicht nur im materiellen Bereich niederschlage, sondern für Kinder auch eine soziale, kulturelle und gesundheitliche Dimension erreiche.

Gegen solche Auswirkungen gibt es in Beelitz bereits zahlreiche Projekte: So wird das Thema Gesundheitsprävention in den Bildungs- und Betreuungseinrichtungen der Stadt großgeschrieben – zum Beispiel mit den Kampagnen „Gute gesunde Schule“ oder „Kita mit Biss“. Und mit dem Familienzentrum, den „Sorgenkindern“ und der Nachwuchsarbeit in den Vereinen läuft auch im soziokulturellen Bereich eine Menge. Die erste Beratung für Familien gibt es in Beelitz zudem schon kurz nach der Geburt des Kindes: Auf Wunsch schaut der Baby-Willkommensdienst bei frischgebackenen Eltern vorbei und gibt Tipps rund um den Start ins Familienleben. In einem dicken Ordner gibt es außerdem neben vielen Gutscheinen auch Adressen mit Hilfsangeboten in der Nähe. Einen weiteren, ähnlich gearteten Begrüßungsordner gibt es seit kurzem auch für Schüler der ersten Klassen.

Ein Augenmerk wolle man in Zukunft auf den Ausbau der Beratungsangebote legen: Viele Betroffene wüssten nicht auf Anhieb, von welchen Stellen sie überall Unterstützung bekommen können oder seien mit den Anträgen überfordert. „Da sollten wir vielleicht gemeinsam mit dem Landkreis eine Anlaufstelle ins Leben rufen“, kündigt Bürgermeister Knuth an.

Herzliche Grüße aus Beelitz,

Thomas Lähns

Pressestelle der Stadt Beelitz

Tel. (033204) 391 38

Fax: (033204) 391 35

Email: laehns

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