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Jens-Uwe Schade Pressesprecher
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Bretschneider bei Waldbesitzern: Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse weiter entwickeln
Pritzwalk – Mit einem Plädoyer für mehr Kooperationen unter privaten Waldbesitzern wird Brandenburgs Forstsstaatssekretär Rainer Bretschneider bei der Mitgliederversammlung des Waldbesitzerverbandes morgen (30. April) in Pritzwalk sein Grußwort eröffnen. Brandenburg hat zwar 360 forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse mit über 20.000 Mitgliedern – insgesamt werden im Land aber 100.000 private Waldbesitzer gezählt, die als Partner der heimischen Holzindustrie in Frage kommen.
Bretschneider: „Die Forstwirtschaft zählt damit zu Recht zu den tragenden Säulen der ländlichen Entwicklung und der bewirtschaftete Privatwald ist das Rückgrat für diesen Wirtschaftszweig.“
Die Landesregierung hat in den vergangenen Jahren eine überaus erfolgreiche Ansiedlungspolitik betrieben, sodass die Kapazitäten der Holzindustrie mittlerweile das Holzaufkommen aus Brandenburger Wäldern übersteigen. Die Holz verarbeitende Wirtschaft ist von den Folgen der Finanzkrise nicht verschont geblieben, arbeitet aber inzwischen wieder auf höchstem Niveau.
Mit einem durchschnittlichen Vorrat von 239 Vorratsfestmetern pro Hektar weist Brandenburg allerdings im Vergleich zu anderen Regionen einen sehr niedrigen Vorrat auf.
Nachfrage nach Kiefernholz gestiegen
Bretschneider: „Unsere Märkische Kiefer entwickelte sich vom Ladenhüter der Neunzigerjahre zum Global Player.“
1993 wurden aus dem Landeswald weniger als 280.000 Festmeter verkauft. 2010 waren es über eine Million im Landeswald – im Gesamtwald über 3 Millionen Festmeter. Etwa 200 Festmeter Holz sichern einen Arbeitsplatz in der Holz verarbeitenden Industrie des Landes Brandenburg.
Mit 1.091.593 Hektar ist in Brandenburg gut ein Drittel der Landesfläche Wald. Das sind zehn Prozent des deutschen Waldes, aber ein Viertel aller deutschen Kiefern.
Auch zukünftig möchte die Landesregierung die Bemühungen der Waldbesitzer mit Fördermittel unterstützen, wenn die Leistungen allen zugute kommen.
Bretschneider: „Es ist keine Selbstverständlichkeit mehr 8,8 Mio. Euro pro Jahr bereitzustellen. Wir konzentrieren uns auf drei Schwerpunkte: den Waldumbau, den vorbeugenden Waldbrandschutz und die Förderung forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse.“
Waldumbau geht weiter
Seit Wiedergründung des Landes wurden 70.000 Hektar Kiefernwald in Mischwald umgebaut. Dafür wurden 150 Mio. Euro investiert. Jährlich sollten rund 2.000 Hektar dazu kommen.
Mit fünf Millionen Euro – das sind 60 Prozent der forstlichen Fördermittel – hat das Land 2009 Umstellungen auf naturnahe Waldwirtschaft im Privat- und Kommunalwald gefördert. Mischwälder können besser mit Klimaveränderungen umgehen.
Brandenburg nutzt das von der UNO ausgerufene Internationale Jahr der Wälder 2011, um zu verdeutlichen, welchen Beitrag Wälder für Luftreinhaltung, Wasserreinigung und -speicherung, Grundwasserneubildung, Bodenschutz, Rohstofflieferung und nicht zuletzt als Kohlendioxidspeicher leisten.
Derzeit sind in den Bäumen im Brandenburger Wald 70 Millionen Tonnen reiner Kohlenstoff gebunden, was 250 Millionen Tonnen Kohlendioxid entspricht. Jährlich werden weitere 7,2 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufgenommen und nach Einschlag 3,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid durch Holznutzung langfristig festgelegt.
Mehr zum Thema im Internet: Broschüre „Privatwald in Brandenburg“ unter:
www.mil.brandenburg.de/sixcms/ detail.php/454833
www.mil.brandenburg.de – Forst und Jagd
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