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Tack : Jetzt kommt es darauf an, dass die Deiche halten
Potsdam – Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) hat sich vor Ort über die Situation an Neiße, Spree und Schwarzer Elster informiert und mit Landräten und Bürgermeistern die notwendigen Maßnahmen erörtert. „Die Pegel werden voraussichtlich nicht weiter steigen, aber der Druck auf die Deiche ist enorm und wird noch einige Tage andauern. Jetzt kommt es darauf an, dass die Deiche halten“, sagte Tack. Die Ministerin wird die aktuellen Hochwasserereignisse in Brandenburg auf der nächsten Umweltministerkonferenz Mitte November in Dresden thematisieren.
In Südbrandenburg ist die Hochwassersituation noch immer sehr angespannt. Schwerpunkt ist der Flusslauf der Schwarzen Elster, wo historisch hohe Wasserstände gemessen werden. Der Scheitel wird noch etwa zwei Tage anhalten.
Die durchweichten Deiche weisen Sickerstellen auf und werden zum Teil überströmt. Der Hochwasserscheitel bewegt sich weiter auf Sachsen-Anhalt zu. Besonders kritisch ist die Situation in den Städten Elsterwerda, Herzberg und Bad Liebenwerda. Durch die Öffnung einiger Wehre wird versucht, eine gezielte Entlastung zu erreichen. Es wird alles getan, um die unter hohem Druck stehenden Deiche zu sichern.
An der Spree kann gegenwärtig die Talsperre Spremberg wesentlich zur Entlastung beitragen. Dort kommen gegenwärtig 110 Kubikmeter Wasser pro Sekunde an. 65 Kubikmeter werden pro Sekunde dosiert in Richtung Spreewald und Cottbus abgegeben.
An der Neiße hat der Hochwasserscheitel heute die Stadt Guben erreicht.
„Die Einsatzkräfte vor Ort arbeiten überall sehr professionell und dafür gebührt ihnen hohe Anerkennung“, sagte Tack.
Tack betonte: „Maßnahmen zur Hochwasserabwehr sind nicht allein Ländersache, denn Wasser macht an Ländergrenzen nicht halt. Deshalb muss sich künftig auch der Bund stärker engagieren, um den Hochwasserschutz noch effektiver zu machen.“ Tack bekräftigte in diesem Zusammenhang erneut die Forderung nach einer Nationalen Hochwasserkonferenz. Sie will das Thema auf die Tagesordnung der Mitte November in Dresden stattfindenden Umweltministerkonferenz setzen lassen.
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