Quelle : www.mil.brandenburg.de
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Weihnachtsbäume und Schmuckreisig auch 2009 aus Brandenburgs Wäldern
Forstministerin Jutta Lieske fällte heute eine gut 2 Meter hohe Kiefer. Damit gab sie den Startschuss für die Weihnachtsbaumsaison 2009 des Landesbetriebes Forst Brandenburg. Außer den zehn Betriebsteilen des Landesbetriebs Forst Brandenburg bieten auch private Waldbesitzer und Unternehmer Termine zum Selber-Schlagen an.
Jutta Lieske: „Die Kiefer ist, wie alle Bäume aus Brandenburgs Landeswald, ökologisch ein Renner: Kurze Transportwege, keine Pflanzenschutz- und Düngemittel und aus nachhaltiger, ökologischer Waldwirtschaft stammend. Auch wenn das Angebot des Landesbetriebs Forst gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig ist, kann ich vor allem Familien mit Kindern ermuntern, gemeinsam in den Wald zu gehen und sich einen Weihnachtsbaum selbst zu schlagen. Es gibt wie jedes Jahr ein umfangreiches Rahmenprogramm und viel über den Wald und die Forstwirtschaft zu lernen.“
Forstministerin Jutta Lieske informierte über die Vorteile ökologisch herangewachsener Weihnachtsbäume, stellte die fünf gängigsten Weihnachtsbaumarten vor und informierte über die vielfältigen Aktionen (Weihnachtsbäume selber schlagen, weitere Angebote wie Lagerfeuer, Wildfleischverkäufe …) rund um die Weihnachtsbaumsaison 2009.
„Waldwirtschaft – aber natürlich“ nach wie vor Markenzeichen von Forst Brandenburg
Wie in den Vorjahren steht die Weihnachtsbaumaktion im Zeichen von „Waldwirtschaft – aber natürlich“. Mit der Abkehr von der Kahlschlagwirtschaft werden einförmige gleichaltrige Kulturen kaum noch angelegt – der Wald soll sich unter dem schützenden Dach der Altbäume durch Selbstaussaat natürlich verjüngen. Dafür eignen sich Weihnachtsbäume – eben in kleineren Mengen – aus Naturverjüngungen. Außerdem werden selbst angesamte Kiefern aus Laubholz-Pflanzungen als Weihnachtsbäume entnommen. Es werden Sonderstandorte wie z. B. Leitungstrassen für den Weihnachtsbaum-Anbau genutzt, da auf ihnen kein normaler Wirtschaftswald stocken darf.
Die Forstbehörden des Landes Brandenburg bewirtschaften 270.000 Hektar Wald, Das entspricht etwa einem guten Viertel der Waldfläche Brandenburgs. Berliner und Brandenburger können auch in diesem Jahr wieder, bei 141 Terminen an 47 Veranstaltungsorten persönlich und unter fachlicher Anleitung des örtlichen Försters ihren Weihnachtsbaum im Wald selbst einzuschlagen bzw. vom Forsthof zu kaufen. Private Anbieter sind bei 12 Terminen an 4 Orten mit ihren Weihnachtsbäumen und Schmuckreisig dabei. Oft gibt es Zusatzangebote wie Lagerfeuer, heißen Tee, Kaffee, Glühwein und den Verkauf von Wildfleisch. Häufig wird auch Kamin- und Brennholz angeboten. In jedem Fall können sich die Waldbesucher von den Forstfachleuten vor Ort fachkundig beraten lassen.
In diesem Jahr werden Kiefern, Schwarzkiefern, Fichten und Douglasien verkauft. Der Verkauf von knapp 30.000 Weihnachtsbäumen und 50 Tonnen Schmuckreisig erbrachte im vergangenen Jahr einen Erlös von zirka 200.000 Euro. Diese Summe stand der Landesforstverwaltung zur Verfügung. Die Preise schwanken je nach Weihnachtsbaumart und Größe und können regional unterschiedlich sein.
Für den laufenden Meter Weihnachtsbaum gelten etwa folgende Richtwerte:
- Kiefer oder Schwarzkiefer: 5,00 bis 7,00 Euro
- Fichte oder Douglasie: 6,50 bis 8,00 Euro
- Stechfichte oder Küstentanne: 7,50 bis 8,50 Euro
Bei Schmuckreisig sind pro Bund (zu je 2,5 Kilogramm) zu bezahlen:
- Weymouthskiefer, Douglasie: 4,00 Euro
- Fichte: 3,50 Euro
Wer? Wann? Was? Wo?
Wer seinen Baum selbst fällen oder aus dem Wald holen möchte, kann sich über Ort, Zeit und weitere Angebote so informieren:
- ab 27. November auf der Internetseite des Brandenburger Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft
- Tagespresse
- RBB veröffentlicht die Angebote im Teletext ab Seite 770
„Eigeninitiative“ kann teuer werden
Das eigenmächtige Einschlagen von Weihnachtsbäumen ohne Wissen des Waldbesitzers – egal ob staatlich oder privat – ist Weihnachtsbaumklau und damit strafbar.














